Ina goes bush

24. April 2009

19.04.2009, Mukinbudin Hotel

Da ich mit meinen zeitaufwendigen Blogeintraegen nicht mehr so ganz hinterher komme, habe ich beschlossen ersteinmal den aktuellen Stand der Dinge in ein paar Zeilen festzuhalten und mich danach an die Berichterstattung der vergangenen Geschehennisse zu machen. Macht Sinn, oder?!?

Wie so ziemlich alle, die mir nahe stehen oder interesse daran haben, mitbekommen haben sollten, arbeite ich seit dem 02.02.2009 im Golden Outback Australiens in einem kleinen Hotel, dem „Mukinbudin Hotel“, fuer mein second-year-visa.

Muka Hotel

Muka Hotel

Obwohl ich hier in „woop woop“ (kleines Kaff) bin, vergeht die Zeit wie im Fluge. Von den 3 Monaten Aufenthaltszeit sind nur noch knapp eine Woche uebrig.

„MUKA“ (Population: 281)

Mukinbudin is a town located in the North Eastern Wheatbelt region of Western Australia, approximately 293 kilometres (182 mi) east of Perth and 80 kilometres (50 mi) north of Merredin near Lake Campion. It is the main town in the Shire of Mukinbudin.

Muka on the map (right upper corner)

Muka on the map (right upper corner)

The population of the Shire of Mukinbudin is approximately 800. The climate is moderate with cool wet winters with an average rainfall of 300mm. Winter temperatures range from 0 degrees Celsius to 26 degrees Celsius with frequent frosts during July and August. Summers are dry and hot with temperatures ranging from 18 degrees Celsius to 45 degrees Celsius. Spectacular electrical storms are experienced in January and February.

Sunrise in Muka

Sunrise in Muka

Another sunrise

Another sunrise

WORK

Mein Arbeitsplatz befindet sich im einzigen Hotel des Ortes und traegt den Namen „Maedchen-fuer-alles“ oder auch liebevoll „shitkicker“ genannt! ;) Genauer gesagt bin ich:

- Housekeeper
- Barmaid
- Kitchen hand
- Waitress

Das Muka-Hotel hat nicht nur die Funktion eines Hotels. Es ist zusaetzlich auch Pub, Bottleshop und Restaurant. Was meinen breitgefaecherten Arbeitsbereich erklaert!

The bar

The bar

PEOPLE

Phil & Caroline sind meine Vorgesetzten! Sie uebernahmen den Pub im Juli letzten Jahres. Ihnen gehoert zusaetzlich eine Farm, die ihr vorheriges Zuhause war.
Mit zur Familie gehoeren ihre Kinder Tim (13) und Jaci (11), die Hunde Jess und Jacks und ihre Katze Pudding.

Lynsey ist aus England, 23 Jahre alt und mein „partner in crime“! Sie ist das zweite barmaid des Muka Pubs und fuer jeden Spass zum haben. Ich habe sie noch nie schlecht gelaunt gesehen und bewundere ihre offene Art und Faehigkeit positiv zu denken und gute Laune zu verbreiten.
Ich bin froh sie zu haben, da man mit ihr ueber alles reden kann, was einem auf dem Herzen liegt.
„She’s my big sis which I’ve never had!“ :)

Lynsey and me

Lynsey and me

Chris ist 25 und kommt aus Muka. Er lebt ca. 40km vom Staedtchen entfernt in einem kleinen Haus in „the middle of nowhere“. Wir haben immer viel zu lachen und koennen dann nicht mehr aufhoeren. Meistens liegts an seine extrem lustigen Lache, der er den Spitznamen „Giggles“ verdankt. Er ist ein guter Freund geworden und ich werde mit ihm nach meiner Zeit in Muka definitiv in Kontakt bleiben.

Chris and me

Chris and me

WHAT’S ON?

Naja, kurz gesagt: das „Partyleben“ haelt sich in Muka dann doch ein wenig in Grenzen.
Unter der Woche passiert hier nicht sehr viel, was sich zum Wochenende hin dann schlagartig aendert. Richtig „busy“ sind wir Freitagabends, wenn halb Muka im heimischen Pub zusammen kommt, um das bevorstehende Wochenende zu zelebrieren.
Da dieser um Mitternacht zu macht, werden kurz vor Schluss noch ein paar „Take-Away’s“
bestellt und dann weiter durch die Strassen gezogen.
Entweder man laesst sich in der „Gazebo“, im Park oder bei irgendjemandem zu hause nieder. Wobei die letztere Variante die legale ist. Bei den ersten beiden koennte es unter Umstaenden durchaus vorkommen, dass man von der Polizei durch halb Muka gejagt wird, da „Streetdrinking“ in WA nicht erlaubt ist. Da fuehlt man sich doch gleich wieder ein paar Jahre juenger, wenn man an die Zeit denkt, als man mit 15 in Deutschland vor der Polizei gefluechtet ist! :)

Ansonsten haelt man sich fetentechnisch mit Geburtstagen ueber Wasser. Wie z.B. Scotty’s 30th, Wazza’s 21st, Rocky’s 21st, Sinea’s 21st, Sam 18th und die Liste geht weiter… (Fotos sind im studi und facebook zu finden!)
Das einzig Dumme ist, dass die meisten Feten auf Farmen stattfinden, die fuer australische Verhaeltnisse nur einen „Katzensprung“ von Muka entfernt sind!
Scotty’s Party war NUR 80km und Wazza’s NUR 40km outta town… Zum Glueck gibt es eine super tolle Erfindung genannt „Swag“ in der es sich komfortabel am Partyort uebernachten laesst. Dies gibt einem die Moeglichkeit bis in den Morgen (oder auch Mittag! Haha!) hineinzufeiern. Und ich muss sagen die Aussies koennen feiern! Meine laengste Party (Scotty’s Bday) endete um 13Uhr… Noch Fragen???

At Wazzas 21st: Ben, Chris, Robert and Tommy

At Wazzas 21st: Ben, Chris, Robert and Tommy

Muka hat unter anderem ein Autokino beheimatet, den „Drive-In“, in dem einmal im Monat zwei aufeinander folgende Filme gezeigt werden.
Da ich sowas bisher nur aus dem Fernsehn kannte, wars ziemlich spannend diesen das erste Mal „live“ zu besuchen. Man muss wirklich sagen: Das feeling ist echt was besonderes! Der Sound hingegen, da man nur high quality sound aus normalen Kinos gewohnt ist, purer „crap“!
Es ist trotzdem auf jeden Fall ein Erlebnis und einen Besuch wert. Die meisten kommen mit ihren „Utes“ und machen es sich auf den Matratzen, die sie auf deren Ladeflaechen disponiert haben, gemuetlich. Da wunderts keinen mehr, dass dort schon das ein oder andere Kind gezeugt wurde (wie Phil mir mitteilte)! :)

Mukas Drive-In

Mukas Drive-In

Robert, Ben and me

Robert, Ben and me

Freie Tage kann man in Muka leider nicht so vielseitig gestalten, was aber nicht heisst, dass es gar nichts zu erleben gibt! Denn solange man die richtigen Connections hat, laesst sich jeder Tag retten.
In meinen 3 Monaten die ich nun in Muka bin, habe ich einiges von der Gegend hier gesehn. Und das ist nicht grade wenig Gegend! ;) Ich scheibe hier von unvorstellbaren Weiten, von denen man im winzigen Deutschland nur traeumen kann.

Rainy day

Rainy day

Ich war schon mehrere Male auf Bush und Rock Tour auf denen wir mit 100 Sachen durch schmale Dirtroads und Gelaende geheizt sind…

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Bongo and me

Bongo and me

Shaun hat Lynsey und mich mit zum Muka Shooting Club genommen, wo wir auch selber schiessen durften. Es war fuer mich das erste Mal, dass ich eine richtige Waffe benutzt habe (Hatte sich bis jetzt nur auf Wasserpistolen beschraenkt! Haha).

"Don't piss Ina off!" Haha...

"Don't piss Ina off!" Haha...

Lynsey and me

Lynsey and me

Einen Tag spaeter ging es dann „Roo Hunting“. Kaengurus sind in Australien eine Pest und werden hier wie bei uns Kaninchen geschossen, was man sich beim Hunting immer wieder vor Augen halten muss.
Da wird einem schon so ziemlich das Weltbild zerstoert, da man Australien ja automatisch mit Roos verbindet.

Shaun

Shaun

Dazu faellt mir ein was Waz mal gesagt hat: „Ich glaube wir sind das einzige Land, in dem es erlaubt ist sein Nationalsymbol (Kaenguru und Emu) zu jagen! Haha!“
Also mir faellt so schnell kein zweites ein. ;)

Das Hunting war fuer mich jedenfalls eine etwas „andere“ Erfahrung. Es war schon interessant es mitzuerleben, da es auch ein grosser Teil des laendlichen Australiens ist. Jedoch war es fuer mich das einzige und letzte Mal. Ich habe mich dabei einfach zu schlecht gefuehlt, especially wenn das geschossene Roo weiblich war und einen Joey im Beutel hatte, welcher alleine nicht ueberleben wuerde…
Und das war es, was ich am meisten hasste, den „Joey Part“…

Lil Joey and me

Lil Joey and me

Letzte Woche hatte ich frei und habe ein wenig Zeit bei Waz auf der Farm in der Einsamkeit verbracht. Hatte mein eigenes Zimmer mit einem super bequemen Bett. Am Good Friday (Karfreitag) haben wir uns auf den Weg in den Sueden nach Albany gemacht, wo ein Freund von ihm seinen 21. Geburtstag gefeiert hat. War echt gut mal wieder aus Muka rauszukommen und so hab ich dann wenigstens auch schon mal den Sueden Australiens gesehen. ;)

At Wazzas (I was sittin on a rock)

At Wazzas

Nun zu meinem Lieblingsbereich: Meine „PLAENE“ fuer die naechste Zeit!

Da ich nur noch weniger als 2 Wochen in Muka uebrig habe, werde ich Ende dieses Monates in Perths Grossstadtleben zurueck kehren. Ich empfinde es um ehrlich zu sein als eine willkommene Abwechslung. ;)

Der Abschied wird mir auch dann wie immer schwer fallen, da ich auch hier viele Freunde gewonnen habe. Ich denke ich sollte einfach positiv in die Zukunft schauen und mich auf die Dinge freuen, die vor mir liegen. Muka ist ja nicht aus der Welt und es gibt ja Handys und das Internet! We gonna keep in touch hey! ;)

Ich habe unter anderem endlich meinen Rueckflug nach Deutschland verschoben. Im Moment ist geplant, dass ich am 29.Juli 2009, exakt ein Jahr nach meinem Abschied, wieder in „good old Germany“ einfliegen werde. Australien werde ich allerdings schon am 22.Juli in Richtung Bangkok verlassen, wo ich eine Woche Aufenthalt habe.
Dies gibt mir noch ca. 3 Monate in Down Under! Wie die Zeit vergeht…

Ich weiss noch nicht wo und wie ich diese verbringen werde. Mein eigentlicher „Plan“ war es weiter in den Sueden zu gehen. Doch das werde ich kaenzeln, da es mir dann ein wenig zu „kalt“ (Haha!) werden koennte.
Stattdessen hatte ich die Idee, nach einem weiteren Monat in Perth, einen Flug nach Cairns an die Ostkueste zu buchen und mich dann auf meinen Weg nach Sydney zu machen, von woaus mein Flug zurueck in die Heimat geht.
Fliegen muesste ich eh irgendwann! Das einzige „Hindernis“ koennte das 20kg Gepaeck-Limit werden, welches ich eindeutig ueberschreite… Bugger!

Broomes Last Resort

11. Februar 2009

Das gute alte Lasty! Wenn ich an Broome denke, werde ich dieses kleine familiare Hostel immer mit diesem relaxten Städtchen in Verbindung bringen. Hier habe ich eine lange Zeit verbracht und viele gute Freunde gefunden.

Oft wurde in den Tag hineingelebt (sofern man keinen Job hatte oder off war) und die erste Frage, die man beim Brekky stellte oder gestellt bekam lautete: „What r u up to today?“.

Feiern kam natürlich auch nicht zu kurz. Dienstags ging es meistens ins Murphys, einem kleinen irischen Pub („Come in and find out how irish u are?“ :D ) und Donnerstags ins Oasis, was schon bald Pflicht war. Dann gab es wiederrum noch gewisse irische und englische Leute, die aus der ganzen Woche eine einzige Party und Trinkveranstaltung machten. So viel zum Thema Klischees… ;)

The Staff-House

10. Februar 2009

Das Mangrove Staff-House ist ein kleines Häuschen, welches an der 6 Bagot Street, ca. 1 Minute vom Last Resort entfernt, liegt. Es hat ca. 10 Einzelzimmer und einen 6 bed room, 5 Badezimmer und einen Pool.

Als ich ins Staff House einzog war ich erst im dorm room beheimatet. Später hatte ich dann mein eigenes Zimmer für nur $90 die Woche. Komplett ausgestattet mit Fernseher, DVD-Player, CD-Player, Schreibtisch, Klimaanlage, riesen Bett und Kleiderschrank! Soviel Luxus für so wenig Geld werde ich auf meiner Reise wohl ersteinmal nicht mehr haben. :)

The Mangrove Resort Hotel

10. Februar 2009

Mein letzter Blogeintrag liegt nun ja schon ein wenig zurück. Ich versuche nun aufzuholen und von meinen letzten Monaten zu berichten.

Ersteinmal komme ich zum Thema Mangrove, welches mich in meiner Zeit in Broome lange begleitet hat. Ich habe ziemlich viel Zeit auf der Arbeit verbracht und auch im Staff House des Hotels gewohnt.

Ich fing im September letzten Jahres als Housekeeper im Mangrove an zu arbeiten. Ende Oktober bekam ich zusätzlich noch einen Job als Kitchen hand in der Küche um noch ein paar extra Stunden zu bekommen. Aus ein paar Extrastunden wurden anfangs zwei arbeitsreiche Wochen für mich, in denen ich in einer von beiden ganze 80 Stunden schuftete. Mein längster Arbeitstag betrug ganze 16h mit maximal einer halben Stunde Pause! Ich bin stolz auf mich…

Mitte November wurde ich zum Supervisor im Bereich Housekeeping befördert und hatte somit dafür zu sorgen, dass alles glatt läuft. Ich schmiss die laundry, machte die Bestellungen, erstellte die Arbeitsraster für die Woche, kontrollierte die Zimmer und teilte ein, wer mit wem welchen Block zu säubern hatte…

Glücklicherweise wurden meine Stunden in der Küche nach meiner „Beförderung“ runter geschraubt, sodass ich wieder entspannt arbeiten konnte! :)

Ich habe mal ein paar Fotos herausgesucht, damit ihr euch vorstellen könnt wo und mit wem ich über 3 Monate gearbeitet habe:

Merry Christmas!

09. Februar 2009

The Mangroves feiern Weihnachten

(Oh du froehliche…)

Den heiligen Abend habe ich mit meiner “Familie” aus dem Staff House verbracht. Es wurde lecker gekocht, getrunken und wie es sich gehoert natuerlich auch gewichtelt.

Spaeter stiessen noch Sam, Ry & John dazu. Da alle drei Aussies sind und fuer sie erst am 25.12. Weihnachten ist, konnten sie nicht ganz verstehen, was “the Germans” da wieder veranstalten. Gefeiert wurde trotzdem bis 4 Uhr in der Frueh. Sogar die ganze Zeit im Staff-House, obwohl wir eigentlich um 11Uhr ins Oasis wollten. Hoppla! ;)


Lebenszeichen

20. November 2008

28.10.2008, „Mangrove Staff-House“

Hallo Deutschland!

Erst einmal muss ich mich wohl dafür entschuldigen, dass ich so lange nichts mehr von mir hören lassen habe. Ich wurde in Mails und Nachrichten immer wieder nach einem neuen Blogeintrag gefragt und habe mich heute nun endlich wieder dazu aufraffen können etwas zu schreiben.

Bin nun schon seit guten zwei Monaten in Broome, obwohl anfangs nur eine Woche Aufenthalt geplant war. Dadurch zeigt sich nur wieder einmal, dass hier in Australien nichts planbar ist. Man fährt am besten, wenn man alles einfach auf sich zu kommen lässt.

Nun erstmal zur Frage: Wie gehts mir denn eigentlich?

I‘m alright! Fühle mich hier, auf der anderen Seite der Erde, pudelwohl. Verspüre in keinster Weise Heimweh, was meine Familie wohl dadurch merkt, dass ich mich in letzter Zeit nicht ganz sooo oft gemeldet habe. ;)

Auch mein Englisch hat in den letzten Monaten enorme Fortschritte gemacht. Bekomme immer wieder gesagt, dass ich gutes Englisch spreche und keinen typisch deutschen Akzent habe. Das tut ziemlich gut zu hören und motiviert enorm.

Habe den ersten Monat durchgehend nur Englisch gesprochen. Es ist nur ziemlich ätzend, dass hier hinten so viele Deutsche unterwegs sind. Somit ist es praktisch unmöglich kontinuierliches Englisch zu sprechen.

Allerdings habe ich hier vor ein paar Wochen einen Deutschen kennen gelernt, mit dem ich bis zu seiner Abreise niemals ein deutsches Wort gewechselt habe. So würde ich es am liebsten immer handhaben, was aber leider unmöglich ist.

Vor allem in meiner jetzigen Unterkunft befinden sich ziemlich viele deutsche Mädels, die alle echt super nett sind. Zu meinem engeren Freundeskreis zählen aber keine Deutschen, somit spreche ich einen gesunden Mix aus Deutsch und Englisch. Und manchmal auch Denglisch! ;)

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Ein wichtiger Grund, warum ich mich zurzeit immer noch in Broome aufhalte, ist mein Job. Ich arbeite seit dem 22.09. im Mangrove Resort Hotel im Bereich Housekeeping. Das macht nun schon insgesamt 5 Wochen Arbeit, in denen ich einiges an Geld ansparen konnte.

Aussicht aufs Mangrove

Aussicht aufs Mangrove

Für alle die mit dem Begriff Housekeeping nicht wirklich viel anfangen können, werde ich diesen einfach mal ein wenig weiter erklären und meine Tätigkeitsfelder erläutern.

Auf gut Deutsch gesagt, bin ich ne „Putze“! ;) Ich reinige jeweils immer mit einem Partner die Hotelzimmer eines Blocks. (Es gibt 4 Blöcke: den 30’s, 40’s, 50’s und 60’s Blog.)

Mein Lieblings-(Ex)Putzpartner Mat

Mein Lieblings-(Ex)Putzpartner Mat

Die verschiedenen Räume werden in „Service, Departure und Check“ unterteilt. Ein Departure bedeutet den größten Zeitaufwand, da das Hotelzimmer komplett für den nächsten Gast hergerichtet werden muss. Beim Service wird nur grob geputzt und alles nötige wieder aufgefüllt. Der Check geht am schnellsten. Die Zimmer wurden bereits am Vortag geputzt und müssen nur nochmal kontrolliert werden.

Ina at work

Ina at work

Was man auf der Arbeit alles so findet?!

Was man auf der Arbeit alles so findet?!

Ein weiterer großer Pluspunkt meiner Arbeit im Mangrove ist, dass ich nun seit ca. 2 Wochen im Staff-House wohnen kann. Lebe in einem 6-Bett-Zimmer und bezahle für dieses $70 pro Woche.

Im Lasty habe ich zum Vergleich dazu $175 bezahlt. Und die Zimmer dort sind lange nicht so gut wie mein jetziges. Das ist purer Luxus hier: funktionierende Aircon, gute Matratze, sauberes und großes Zimmer, Ruhe…

Nächste Woche bekomme ich sehr wahrscheinlich für $90 pro Woche mein eigenes Zimmer! Das bedeutet: PRIVACY! Yepeeeh! :D

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In den zwei Monaten, die ich nun schon in Broome bin hat sich auch wettermäßig ziemlich viel geändert. Anfang September waren die Durchschnittstemperatur und Luftfeuchtigkeit lange nicht so hoch wie zurzeit. Man merkt, dass die Wet-Saison so langsam kommt.

Die Durchschnittstemperatur dürfte im Moment so um 36-38°C liegen. Haben aber auch schon die 40°C-Marke geknackt.

Auch die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Australien hat sich wieder vergrößert, da die Uhren in der Nacht vom 25. auf den 26.10 auf Winter- und Sommerzeit umgestellt wurden. Sie beträgt jetzt 8 anstatt der vorherigen 6h zu Perth. Und 10h zu Sydney.

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Nun mal zu meinen Freunden.

Wenn man zwei Monate an einer Stelle verbringt, bilden sich, aus der großen Masse an Leuten die man kennen lernt, ein paar festere Freundschaften. Zu diesen zählen für mich John, Podge, Wally und Jane. Am längsten kenne ich nun John und Podge.

John stammt aus Neuseeland und ist 26 Jahre alt. Wir haben beide am selben Tag, dem 15.Februar, Geburtstag! Allerdings mit ein paar Jahren Differenz, was aber nicht unbedingt auffällt, da sein Verhalten nicht immer seinem Alter entspricht! :D

John

John

Er bleibt für 1 1/2 Jahre in Broome, da er Pilot ist und am Airport arbeitet. Er wohnt in einem Haus gemeinsam mit ein paar Arbeitskollegen.

Dort komme ich ihn des Öfteren mal besuchen. Wir kochen dann gemeinsam oder gammeln einfach nur rum. Er ist ein wirklich guter Freund für mich geworden.

Wenn ich wieder in Deutschland bin, treffen wir uns in München auf dem Oktoberfest. :)

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Podge ist aus Irland und 24 Jahre alt. Er ist ein ziemlicher Globetrotter. Mit 19 hat er ein Jahr in Portugal verbracht und bevor er nach Australien kam bereiste er Afrika. Zurzeit ist er auf dem Weg nach Perth und verlässt Australien Mitte November in Richtung Neuseeland, da sein Visum abläuft.

Nach einem Monat bei den Kiwis gehts dann nach Fidji für Weihnachten und Silvester und von dort aus nach Hause. Allerdings nur für einen Monat um seine Familie zu sehen. Im Februar kommt er dann für ein weiteres Jahr zurück nach Australien. Ich werde ihn dann nach seiner Ankunft in Melbourne wieder treffen.

Podge and me

Podge and me

Er ist ein Mensch mit einer enormen Ausstrahlung und erstaunlichen Lebenseinstellung. Die Menschen tummeln sich um ihn „like flies around shit“! Busy guy! ;)

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Wally ist auch 24 Jahre alt und kommt aus Holland. Er wohnt ziemlich nah an der deutschen Grenze.

Ich habe ziemlich viel Zeit mit ihm verbracht, als alle auf den Booten waren. Dadurch haben wir uns besser kennengelernt. Man fühlt sich zudem auch ein wenig verbunden, da man relativ aus derselben Ecke kommt.

Wally

Wally

Er ist eine gute Seele und ziemlich vernünftig! Wir können uns über Gott und die Welt unterhalten und teilen eine gemeinsame Leidenschaft: die Fotografie!

Kamele am Cable Beach

Kamele am Cable Beach

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Jane ist gerade 20 geworden und kommt aus Irland. Sie ist gemeinsam mit mir eine der jüngsten und, wie Wally so schön sagt, ein „wild Girl“. Definitiv! :)

Typisch Jane!

Typisch Jane!

Sie ist das einzige Mädel in meinem engeren Freundeskreis und eine wirklich gute Freundin. Mit ihr kann man über alles reden was einem so auf dem Herzen liegt.

Von ihr stammt auch folgende Feststellung: “Germans are good-looking or completely ugly. It seems like there is nothing In between!”

Zuerst wollten wir zusammen weiter reisen, was leider nicht mehr möglich ist, da sie nun an der Rezeption des „Lastys“ arbeitet und bis Dezember in Broome bleibt. Von da aus fliegt sie dann nach Sydney.

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Neben John, Podge, Wally und Jane habe ich auch eine Zeit lang viel mit einer Truppe, die aus Perth nach Broome kam, unternommen. Sie selbst nannten sich „Smish“. Sie waren mein „bad influence“! ;)

Leider haben alle Broome schon wieder verlassen. Eine „Reunion“ gibts wahrscheinlich in Syndey.

Emma and me

Emma and me

Guy my "on-paper-boyfriend"

Guy my "on-paper-boyfriend"! :)

"Broome Time"

"Broome Time"

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In den letzten 2 Monaten haben wir ziemlich viel unternommen. Hier mal ein paar Ausschnitte:

Staircase to the Moon

Wenn sich der aufgehende Vollmond in den Schlammflächen der welligen Roebuck Bay spiegelt, die bei Ebbe zum Vorschein kommen, entsteht die Illusion einer goldenen Treppe, die zum Mond führt. Die „Staircase to the Moon“! Diese haben wir vom Mangrove Resort Hotel aus, begleitet von Didgeridoo-Musik, betrachtet. Es war eine atemberaubende Atmosphäre, die man niemals mit einer Kamera hätte einfangen können.

Staircase to the Moon

Staircase to the Moon

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Dinosaurierspuren

Wir haben die 120 Mio. Jahre alten Dinosaurierspuren am Gantheaume Point, welche nur bei sehr niedrigem Wasserstand sichtbar sind, besucht. Es war ziemlich komisch sich vorzustellen, dass die Spuren echt sind. Ich hatte sie mir allerdings etwas größer vorgestellt. ;)

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BBQ am Beach

Mit ein paar Leuten kamen wir auf die glorreiche Idee zur Abwechslung mal ein BBQ am Strand zu machen. Wir machten uns dann an einem späten Nachmittag auf zum nahegelegenen Town Beach

Als die Sonne langsam am Horizont verschwand und wir unser BBQ beendet hatten, begaben wir uns an den Strand und verbrachten den restlichen Abend am Lagerfeuer und lauschten den Gitarrenklängen.

Wir entdeckten unter anderem eine Menge Krabben, welche sich ihren Weg durch den Sand bahnten.

Es war ein sehr schöner Abend mit einer wunderbaren Atmosphäre, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Celine (Frenchi) and me

Celine (Frenchi) and me

Jonno (Aussie) and Podge

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Nun mal zu meinen „Plänen“ (Es ist nichts planbar! ;) ) für die nächste Zeit.

Ich denke, dass ich innerhalb der nächsten 2 Wochen Broome in Richtung Perth verlassen werde.

Leider weiß ich noch nicht genau wie.

Eigentlich hatte ich geplant mir den beiden Schweden Chris und Markus mitzufahren, was ich aus mehreren Gründen, die das Auto betreffen, aber abhake.

Nun werde ich entweder nach einem anderen Lift suchen oder mit Maddy (Australierin) und Wally weiterreisen. Ist aber alles noch ziemlich unklar, da noch nicht feststeht, wie lange beide noch bleiben wollen. Lassen wir uns mal überraschen! ;)

Ich werde meinen Mamut-Text nun mal beenden. Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe und würde mich freuen immer mal wieder was von euch zu hören.

Werde mich vor meiner Abreise aus Broome auf jeden Fall noch einmal melden.

Grüße aus Broome,

Ina

Sun Pictures

29. Oktober 2008

Sun Pictures

Sun Pictures

Ich hatte in einem meiner beiden letzten Blogeinträge von Broomes Outdoor-Cinema berichtet, welches ich besucht hatte. Ich habe es geschafft nachträglich noch ein paar Fotos zu machen.

„Sun Pictures ist das älteste Freiluftkino der Welt. Sich hier im Liegestuhl zurück gelehnt oder auf der Wiese unter den Sternen ausgestreckt zu haben, wird man als einen der eindrucksvollsten Kinobesuche im Gedächtnis behalten – besonders wenn ein Flugzeug über einem hinweg fliegt!“

(Lonely Planet, Australien)


Die Leinwand


New people…

09. September 2008

08.09.2008, 14.30Uhr, „Broomes Last Resort“

Sitze grade im Hostel und nehme mir mal wieder Zeit für meinen Blog. Habe gerade meinen alten Text online gestellt und begebe mich nun an den nächsten, damit ihr auch auf dem neuesten Stand seid. ;)

Bin nun schon seit dem 05.09. hier im „Last Resort“. Habe ein 6-Bett-Zimmer, aber wir sind seit heute nur noch zu dritt.

Mein Zimmer

Mein Bett

In den letzten paar Tagen ist wieder einiges passiert. Mein Leben hat sich ein wenig geändert, da ich ja jetzt auf mich allein gestellt bin. Aber die gute Nachricht: Ich fühle mich mit der momentanen Situation echt wohl! Ich habe festgestellt, dass mir eigentlich nichts Besseres hätte passieren können. Klar ist es am Anfang nicht so leicht, aber sowas legt sich und alles wendet sich doch zum Guten. Ich habe in den letzten Tagen so viele nette Leute kennen gelernt. Das wäre mir nicht passiert, wenn ich noch mit Nicole „zusammen kleben“ würde. Aber es ist ja logisch, dass man eher jemand anspricht der alleine am Tisch sitzt, als eine Gruppe.

Am Donnerstagabend war ich noch alleine in der Oasis Bar in der Stadt, dort traf ich die beiden Deutschen aus Darwin, Marcin und Manuel, wieder. (Nicole und ich wollte erst mit den beiden Richtung Broome fahren, haben uns aber dann doch für Moritz und Alice Springs entschieden.) Dort machte ich dann noch Bekanntschaft mit deren italienischem Reisepartner, der von ihnen Deutschunterricht bekommen hatte. Wie der aussah möchte ich jetzt lieber nicht näher erklären! :D Zudem traf ich noch Max, der auch mit ihnen auf dem Campingplatz ist. Er hat mir angeboten mich eventuell mit nach Perth zu nehmen. Ist doch schon mal nen super Angebot. :) Ob ich darauf zurück komme weiß ich noch nicht. Werde mal sehen wie sie die Dinge hier so entwickeln. War insgesamt nen lustiger Abend und tat gut mal wieder andere Gesellschaft zu haben.

Am 05.09. stand der Umzug ins „Last Resort“ an. Als ich das Zimmer betrat wurde ich direkt mit einem freundlichen Winken von einem Unbekannten begrüßt (Podge). Den ersten Tag alleine habe ich mit einem Stadtbummel und einer spontanen Jobsuchaktion verbracht. Habe mir ein paar CVs ausgedruckt und diese an verschiedenen Orten verteilt.

Abends habe ich dann alleine Broomes Openair-Kino, welches mit 90 Jahren das älteste der Welt ist, besucht, um „Mama Mia!“ zu sehen. Der Film ist etwas einfacher zu verstehen, da dort ja ziemlich viel gesungen wird. :) Hatte nen richtig gutes Gefühl als ich da so alleine in diesem Kino unter dem Sternenhimmel saß. War super schön und die Musik hat mir auch gut gefallen. Habe an diesem Abend leider meine Kamera vergessen. Aber vielleicht komme ich da ja nochmal hin.

Als ich zurück im Hostel war, habe ich dann in mein Reisetagebuch geschrieben, dass ich nebenbei noch führe. Habe meinen Eintrag nicht ganz beenden können, da ich von John, einem 28 Jahre altem Kiwi angequatscht wurde: Ich sei doch die einzige die hier alleine rumsitzt und schreibt. :) Recht hatte er! Mit von der Partie waren noch Chris (ein 24 jähriger Schwede), Tom (ein 22 jähriger Aussie) und Podge (ein 24 jähriger Ire). Habe die Combo dann noch zum Mecces begleitet (5min Fußweg). Zurück im Hostel, saß ich noch ein wenig mit Podge zusammen und habe mit ihm gequatscht. Hat sogar recht gut geklappt und mir wurde gesagt, dass mein Englisch, dafür, dass ich erst einen Monat hier bin, ziemlich gut und recht schnell ist. Das gleiche hatte mir ein Aussie (Peter aus Melbourne), den ich am selben Tag im Mecces getroffen habe, auch schon gesagt. Hatte mit ihm über Jobs in Broome und allen möglichen Kram gesprochen. Ich würde außerdem mit meinem Englisch keine Probleme haben einen Job zu finden. Sowas hört man doch gerne! Vor allem wenn man bedenkt, dass ich den letzten Monat fast komplett Deutsch gesprochen habe.

Den nächsten Tag (06.09.) verbrachte ich komplett mit meinen neuen Bekanntschaften vom vorherigen Abend. Eigentlich wollten wir uns zum Strand begeben, daraus wurde aber nichts, da kein Lift zur Verfügung stand. Somit begaben wir uns zu einem „real australian footiegame“ der „Townies“. Da der 06. ein Samstag war, sind wir abends natürlich noch los gegangen. Ziel war wieder die Oasis Bar. (So viele Möglichkeiten gibts hier in Broome nicht! ;) ) Der Abend war mal wieder lustig. Verstehe mich mit allen echt super!

Oasis Bar in Broome

Oasis Bar in Broome

Chris, John, me and Podge

Chris, John, me and Podge

Me and Podge

Podge and me

Chris and me

Lot's of muscles!

Mein Sonntag (07.09.) war nicht sehr produktiv. Wir saßen viel in unserer üblichen Runde zusammen und haben gequatscht. Habe Podge, John und Tom dann ein wenig Deutschunterricht gegeben. (Nicht den von Marcin und Manuel! :D ) Podge hat nen wenig wahllos im Wörterbuch rumgeblättert und ich hab ihm dann immer nen wenig was erzählt. Tom hatte von irgendwelchen Deutschen den Satz: „Ich möchte eine Kuh melken!“ beigebracht bekommen. Das hörte sich aber eher an wie: „Ikch möekchte in melkn Kuh!“. John kam dann mit dem Satz: „Wo ist die wunderbar Diskothek?“. Musste mich teilweise echt wegschmeißen vor lachen. Möchte allerdings nicht wissen wie sich für die drei mein Englisch anhört. ;)

Podge, der bis heute auf meinem Zimmer war, hatte mich noch beim Aufräumen und Sortieren meiner Sachen beobachtet und gab mir dann zu verstehen: „You’re so organised! Of course you are, you’re German!“. Als er dann mein Passport-Foto gesehen hat, wurde ich endgültig als typisch Deutsch abgestempelt (Hatte dort noch meine alte „konservative“ Frisur!): „You’re looking so serious!“. Aber wo er recht hat… Seh zum Glück nicht mehr so aus. ;) Eine weitere Feststellungen über Deutsche war: „Germans are always on time!“ Schön, dass alles immer so verallgemeinert wird! ;)

"Germans are so organised!"

"Germans are so organised!"

Abends hat Tom uns zum dinner ein paar Fleischspieße auf den Tisch gestellt. Ich hab mir dann erst einmal direkt einen genommen. Ohne Bedenken habe ich diesen dann natürlich gegessen, bis sich dann rausgestellt hat, dass es Känguru-Fleisch war. War dann doch nen wenig geschockt. Hat aber super geschmeckt und habe sogar noch einen gegessen. Da ist mir dann auch wieder eingefallen, dass Tom uns beim Einkaufen was von einem „australian barbie (BBQ)“ erzählt hat. Hatte das schon längst vergessen. ;)

Den Abend verbrachten Chris, Yael, Podge und ich im Indoor-Kino und haben uns „Tropic Thunder“ angesehen. Hab zwar nur die Hälfte verstanden, aber war trotzdem gut.

Heute Mittag haben uns dann Podge und Tom verlassen. Echt schade! Podge arbeitet jetzt für 10 Tage auf einem „Pearlboat“ und kommt danach wieder nach Broome. Werde auch mal sehen ob ich da nicht einen Job bekommen kann. War heute auch schon bei einer Job Agency und habe mich informiert. Zusätzlich habe ich mich in einem Resort für „Housekeeping“ beworben. Mal sehen was sich so ergibt. Würde mich jedenfalls freuen, wenns mit einem Job klappen würde.

Werde meinen Monstertext nun mal abschließen. John und Chris sind wieder da. Es wird grade übers dinner diskutiert. Hab auch schon gut Hunger.

Ich lass von mir hören.

See ya!

Endlich in Broome

08. September 2008

04.09.2008, 16Uhr, „Kimberly Club Backpackers“

Wir sind am 01.09. nun endlich, nach 2 Wochen Outback, in Broome angekommen. Es tut gut sich mal wieder in der Zivilisation aufzuhalten. Broome ist auf der australischen Karte in der Größe Düsseldorfs eingezeichnet, hat aber nur 14.000 Einwohner. „Zivilisation“ kann man es somit vielleicht nicht ganz nennen. ;) Aber dies ist halt „Western Australia“, das „richtige“ australische Leben. („Kaffigkeit“ pur! Oder Moritz? ;) ) Ganz anders als die sehr touristische Ostküste.

(Apropos „Western Australia“, nach dem wir am 30.08. die Grenze vom „Northern Territory“ aus überschritten hatten, sind es zu unserer Überraschung nur noch 6h Zeitverschiebung nach Deutschland. Ganze 1 ½h weniger. Haben jetzt schon alle Zeitzonen durch! :D Allein die Feststellung, dass ein einziges Land 3 Zeitzonen hat, zeugt davon wie riesig dies sein muss!)

Auf der Fahrt von Alice nach Broome ist einiges passiert. Es war mal wieder sehr amüsant, aber es zog sich alles auch ziemlich hin.

Die meiste Zeit habe ich verschlafen, Musik gehört, nachgedacht und gelesen.

Natürlich haben wir auch wieder alle Nächte in unserem super tollen, provisorisch geflickten Zelt verbracht. Man hat sich mittlerweile echt dran gewöhnt und die Sternenhimmel die wir gesehen haben waren wortwörtlich der Hammer! Leider kann man sowas nicht fotografieren.

Auch die Tierwelt haben wir näher inspiziert. Neben Kängurus, Wallabys uns Spinnen, hatte ich zum zweiten Mal ein Date mit einer Kakerlake! Nachdem mir in Darwin eine beim Telefonieren über den Fuß gekrabbelt ist, hatte es sich im Outback beim Abendessen eine auf meinem linken Knie gemütlich gemacht! War schon schön! :D

Prison Tree

Prison Tree

Highway

Highway

Outback-Auto

Outback-Auto

Snickers-Kühl-Konstruktion

Snickers-Kühl-Konstruktion

Windrad in Derby

Windrad in Derby

Sunset in Derby

Sunset in Derby

In Broome selber haben wir noch nicht so viel unternommen. Allerdings kann man hier auch nicht wirklich viel machen! Dienstag waren wir am Cable Beach und haben die Aussicht und die Sonne genossen. Ein richtig traumhafter Sandstrand mit türkisenem Wasser. Herrlich!

Cable Beach in Broome

Cable Beach in Broome

Sunset am Cable Beach

Sunset am Cable Beach

Sunset Teil2

Sunset Teil2

Derby's Taufe vorm Kimberly

Derby's Taufe vorm Kimberly

Nicole und ich haben gestern beschlossen, dass sich unsere Wege ab jetzt trennen werden. Wenn man zu zweit unterwegs ist, muss man immer sehr viel Rücksicht auf den anderen nehmen und ist dadurch ziemlich eingeschränkt und gebunden. Dies wollen wir jetzt beenden, damit wir beide viel von unseren Aufenthalt in Australien haben. Ich sehe das positiv, denn nun ist man wirklich auf sich alleine gestellt. Nach 6 Monaten wäre ich es ohnehin gewesen! ;)

Da wir die gleiche Reiseroute haben und gemeinsam über Weihnachten und Silvester ein Hostel und im Januar eine Tour gebucht haben, werden sich unsere Wege ohnehin noch kreuzen. :)

Wies jetzt weitergeht ist noch nicht genau geplant. Fest steht, dass es demnächst nach Perth geht und ich vorhabe dort länger zu bleiben und zu endlich zu arbeiten.

Erstmal stellt sich die Frage: Wie kommt man dahin? Eine Möglichkeit wäre mit Moritz weiter zu fahren, dieser will sich aber Zeit lassen und muss hier in Broome noch seinen „Derby“ reparieren lassen (Steinschlag, Batterie und Reifen). Dann gibts noch die Möglichkeit nach einem anderen Lift zu suchen oder mit dem Greyhound-Bus zu fahren. Dieser ist allerdings die teuerste, jedoch schnellste Variante. Ich denke das wird sich alles in den nächsten Tagen ergeben. „Easy Going!“, wies hier so schön heißt! :D

 

I’m alive…

26. August 2008

26.08.2008, 16.50Uhr, Stuart Highway zurück nach Alice Springs

Melde mich mal wieder zu einem kurzen Zwischenbericht: JA, ich lebe noch! ;)

Da wir zurzeit im Outback unterwegs sind, ist das mit dem Internet immer so eine Sache, versuche mich aber so oft wie möglich zu melden.

Wir sind gerade wieder auf dem Weg nach Alice Springs. Diesmal kommen wir aber aus dem Süden vom Ayers Rock, den Olgas und Kings Canyon. Haben eine dreitägige Tour durch den „Uluru – Kata Tjuta“ und den „Watarrka Nationalpark“ hinter uns gebracht und die Vorfreude auf Dusche und Bett ist enorm.

Werden heute wahrscheinlich wieder im „Pioneer YHA Hostel“, einem ehemaligen Kino, einchecken. Dort verbrachten wir nach unserer ersten Ankunft in Alice auch unsere Nacht und waren, bei einem Preis von $23 pro Nacht, recht zufrieden.

Das Beste sind die kleinen Badezimmer. Man hat Waschbecken, Toilette und Dusche in einem Raum, was in Hostels eher selten vorkommt. Habe dort auch schon eine einstündige Dusch- und Körperpflegesession hinter mich gebracht. Man tat das gut! Freue mich da jetzt schon drauf! :)

Jetzt aber ein kurzer Rückblick über die letzten Tage:

Nach unserer Ankunft in Alice am Samstagnachmittag, machten wir uns am nächsten Morgen auch schon wieder auf den Weg zum Uluru (Ayers Rock). (Diesmal waren wir wieder zu viert unterwegs, da wir Moritz‘ Schwester Janni, die ihn in DU besucht, in Alice Springs aufgesammelt hatten.) Dieser liegt im „Uluru – Kata Tjuta Nationalpark“, ca. 486km von Alice Springs entfernt.

Nach ca. 5 ½ h Fahrt erreichten wir diesen dann auch. Es war ein echt komisches Gefühl ihn plötzlich in der Ferne am Horizont auftauchen zu sehen. Man konnte sich gar nicht vorstellen, dass man den Monolithen, nachdem man ihn so oft auf Fotos und im Fernsehen gesehen hatte, nun mit eigenen Augen sieht.

Allerdings stellte ich mir die Landschaft um ihn herum nicht so hügelig, sondern eher wie eine ebene endlose Stecke vor. Aber es ist ja meistens anders als man denkt. ;)

Am gleichen Abend genossen wir noch den Sonnenuntergang am Uluru und suchten uns danach einen geeigneten Schlafplatz.

Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock)

Sunset am Uluru (Ayers Rock)

Sunset Teil 2

Sunset Teil 2

Am Montagmorgen standen wir gegen 5Uhr auf um den Sonnenaufgang am Ayers Rock zu genießen. Dies wurde aber durch eine leere Autobatterie verhindert! Nach ca. 2 ½ h kam um halb 8 die Rettung und wir begaben uns wieder zum Berg, um dort zu frühstücken.

Retter in der Not

Retter in der Not

Frühstück am Uluru (Im Hintergund sieht man den Pfad auf den Gipfel!)

Frühstück am Uluru (Im Hintergund sieht man den Pfad)

Anschließend machten wir uns auf den 10km langen Rundweg um Uluru herum. Die meisten Besucher besteigen den Monolithen lieber, nur dies hielt ich nicht für angebracht, da der Uluru für die Aborigines von großer spiritueller Bedeutung ist.

Man kann seine Besteigung zum Beispiel mit der des Altars einer Kirche vergleichen. Für uns ist es „nur“ ein Berg, aber es ist eine Frage der Rücksicht auf Andersgläubige!

Infotafel

Infotafel

)

Ina am Uluru :)

Nachdem wir unseren Rundgang nach 2h beendet hatten fuhren wir 30km zu den Olgas (Kata Tjuta), wo wir aber nicht lange verweilten.

Heute zog es uns dann zum Abschluss unserer Tour zum Kings Canyon (Watarrka) im 350km vom Uluru entfernten „Watarrka Nationalpark“. Er hat eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Zentralaustraliens zu bieten: 100m hohe Steilwände!

Kings Canyon

Kings Canyon

Wir beschlossen den großen „Kings Canyon Rim Walk“ von 6km und ca. 4 h Dauer zu machen.

Das Gekletter war zwischenzeitlich ziemlich anstrengend, jedoch wurden wir mit genialen Ausblicken (siehe Foto) belohnt!

Die Belohnung

Die Belohnung

Jetzt sitzen wir zurzeit noch zu viert im Auto. Es sind noch 199km bis nach Alice. Dort wird dann erst einmal die Autobatterie gewechselt. Wollen ja nicht wieder mitten in der Pampa festsitzen. ;)

Bestenfalls gehts dann morgen früh wieder hoch nach Katherine und von dort aus weiter nach Broome, an die Westküste. Das heißt wieder ca. vier Tage Autofahrt und Schlafen im Zelt.

Werde mich dann frühestens aus Broome zurückmelden. Das Internet in Katherine ist zu teuer! ;)

Bye!

P.S: Die Bilder vom letzten Eintrag sind online!


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